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Fasten ist viel mehr als Verzicht.

Fasten heißt mehr als Verzicht. Die Aktion „Sieben Wochen ohne“ lädt 2026 dazu ein, bewusst innezuhalten und der zunehmenden Härte im Alltag und in gesellschaftlichen Debatten Mitgefühl entgegenzusetzen. Eine Einladung, das eigene Herz wach zu halten – im Kleinen wie im Großen.

Es gibt viele Wege, sich auf das Osterfest vorzubereiten. Manche besuchen Gottesdienste und Andachten, hören Passionsmusik oder gestalten ihr Zuhause neu. Andere begrüßen den Frühling mit Gartenarbeit.

Viele verbinden die Fastenzeit mit dem bewussten Verzicht auf etwas Liebgewonnenes. Die Aktion „Sieben Wochen ohne“ lädt auch in diesem Jahr dazu ein, den Blick zu weiten. Denn Fasten muss nicht in erster Linie Verzicht auf Nahrung bedeuten. Unsere Zeit kennt andere Herausforderungen – und oft tut es gut, innezuhalten, zu reduzieren, bewusst zurückzustecken. Der Fastenvorschlag für 2026 steht unter dem Motto „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“. Ein wichtiges Zeichen. Denn in öffentlichen Debatten, etwa zu Sozialpolitik oder Migration, ist in den letzten Jahren eine zunehmende Härte spürbar. Mitgefühl droht dabei verloren zu gehen – nicht nur im Großen, sondern auch im Alltag: im Umgang mit der überlasteten Mitarbeiterin in der Arztpraxis oder mit dem alten Mann, der langsam über den Zebrastreifen geht. „Du, lass dich nicht verhärten“, sang der Liedermacher Wolf Biermann einst. Diese Worte haben nichts von ihrer Aktualität verloren. Die Fastenzeit kann eine Einladung sein, das eigene Herz aufmerksam zu halten – für die Herausforderungen unseres Alltags und für die Menschen, denen wir begegnen.

Ihre Gabriele Schwarz, Dekanin

Die Wochen zwischen Aschermittwoch und Ostern laden dazu ein, genauer hinzuspüren: auf das, was uns hart macht – und auf das, was uns berührt.

In einer Welt, in der Unbarmherzigkeit, Gewalt und Schutzmechanismen allgegenwärtig sind, wächst die Sehnsucht nach einem anderen Umgang miteinander.

Was härtet mich ab? Wo brauche ich mehr Mitgefühl – für andere, aber auch für mich selbst?

Die sieben Wochen bis Ostern stehen 2026 unter dem Motto „Mit Gefühl! Sieben Wochen ohne Härte“. Jede Woche greift einen eigenen Gedanken auf und lädt dazu ein, den Blick zu verändern: weg von inneren Panzern, hin zu einem mitfühlenden, offenen Leben. Begleitet werden die Themen von biblischen Impulsen und kurzen Gedankenanstößen. Vielleicht ist diese Fastenzeit eine Einladung, Härte nicht weiterzugeben – sondern sich berühren zu lassen. Und zu entdecken, wie heilsam ein mitfühlender Blick sein kann. Lassen Sie sich darauf ein und gehen Sie mit Gefühl durch diese besondere Zeit – auf Ostern zu.

Erleben Sie die Fastenzeit ganz bewusst. Auf dem Weg hin zum Osterfest.

Predigtreihe

An fünf Sonntagen in Folge steht im Mittelpunkt der Predigten ein Aspekt zum Thema "Mit Gefühl". Wir laden herzlich ein, sich in dieser Predigtreihe dem Thema ganz neu anzunähern.  

22.02.2026 9:30 Uhr | St. Matthäus Ingolstadt

Zum Thema "Sehnsucht" - 1. Könige 3,7.9
Mit Pfarrerin Maren Michaelis

01.03.2026 9:30 Uhr | St. Paulus Ingolstadt

Zum Thema "Weite" - Psalm 31,8-9
Mit Pfarrer Dr. Oliver Heinrich

08.03.2026 9:30 Uhr | St. Lukas Ingolstadt

Zum Thema "Verletzlichkeit" - Markus 14,34-37
Mit Pfarrer Andreas Erstling

22.03.2026 17:00 Uhr | Gemeindehaus Am Anger

Zum Thema "Nachfragen" - Lukas 10, 29
Mit Pfarrer i.R. Rudolph Potengowski

29.03.2026 9:30 Uhr | Johanneskirche Ingolstadt

Zum Thema "Sanfte Töne" - 1. Samuel 16, 14-23
Mit Pfarrerin Eliana Briante

Woche für Woche

WOCHE 1 - SEHNSUCHT

Im Herzen ist immer Raum für mehr.
Sehnsucht ist, was wir sehen und suchen.

  • Wonach haben Sie sich immer schon gesehnt?
  • Wenn Sie bei Gott einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich wünschen?
In den Augen aller Menschen wohnt eine unstillbare Sehnsucht.
Ernesto Cardenal
WOCHE 2 - WEITE

Der Blick in die Weite entspannt die Seele. Unser Leben spielt sich oft in den Niederungen ab. Auch hier tut ein Blick in die Weite gut.

  • Was hat Gott Ihnen schon alles geschenkt?
  • Was täten Sie, wenn Sie mehr Selbstvertrauen hätten?
Die größte Nachsicht mit einem Menschen entspringt aus der Verzweiflung an ihm.
Marie von Ebner-Eschenbach
WOCHE 3 - VERLETZLICHKEIT

In manchen Zeiten sind wir besonders verletzlich. Es erfordert Mut, das zuzugeben und um Hilfe zu bitten.

  • Wem und wann können Sie Ihre Verletzlichkeit zeigen?
  • Können Sie es ansprechen, wenn Sie jemand verletzt?
Es ist gegen meine Natur, schwach zu werden.
Karl Lagerfeld
WOCHE 4 - MITGEFÜHL

Mitgefühl ist etwas anderes als Mitleid. Gibt es eigentlich auch Mitfreude?

  • Wobei stehen Sie anderen gerne bei?
  • Wo ist für Sie beim Mitfühlen die Grenze erreicht?
Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden.
Carl Spitteler
WOCHE 5 - NACHFRAGEN

Wie geht`s – eine Frage, die sich nach einer Floskel anhört. Und doch ist sie der Ausgangspunkt für Mitgefühl und Nächstenliebe.

  • Haben Sie schon einmal einem Fremden geholfen?
  • Gibt es Projekte der Nächstenliebe, an denen Sie gerne teilnehmen würden?
Manchmal muss man fragen, um sie zu verstehen.
Sesamstraße
WOCHE 6 - SANFTE TÖNE

Nicht jeder Kummer findet einen Ausweg, nicht jedes Problem eine Lösung. Dann kommt es auf die sanften Töne des Trostes an.

  • Welche Musik baut Sie wieder auf?
  • Was können Sie einem Menschen Gutes tun, dem es gerade schlecht geht?
Nichts ist so stark wie die Sanftheit und nichts ist so sanft wie echte Stärke.
Ernst Ferstl
WOCHE 7 - FURCHT UND GROSSE FREUDE

Angst und große Freude wechseln sich ab, wenn eine große Veränderung ansteht, die unserem Leben eine neue Wende gibt.

  • Bei welcher Gelegenheit hatten Sie zuletzt gemischte Gefühle?
  • Waren sie berechtigt?
  • Wann sind Sie zuletzt einen neuen Weg gegangen?
  • Hatten Sie das Gefühl, von Gott begleitet zu werden?
Nichts soll dir Angst machen, nichts dich erschrecken. Alles geht vorüber, aber Gott bleibt derselbe. Wer Gott hat, dem fehlt nichts. Gott allein genügt.
Teresa von Avila

Themenabende

Fastenzeitreihe in Kooperation mit dem Evangelischen Forum

Das Evangelische Forum Ingolstadt wird die Fastenzeit als gemeinsamer Denk-, Glaubens- und Erfahrungsraum gestalten.

In den ersten Wochen richtet sich der Blick nach innen: Was sagt mir mein Herz? Wo liegt mein wunder Punkt? Was hilft mir, innerlich weiter zu werden? Ab der vierten Woche weitet sich der Blick nach außen. Dann geht es um Mitgefühl im Miteinander, um die Frage nach dem Nächsten, um Trost – und darum, wie die Osterfreude ganz konkret ins eigene Leben finden kann.

An sieben Dienstagen wird dieser Weg gemeinsam gegangen: 24. Februar, 3. März, 10. März, 17. März, 24. März, 31. März und 7. April, jeweils um 19 Uhr im Gemeindehaus St. Matthäus.

Die Abende dauern etwa 90 Minuten und folgen einer klaren, zugleich offenen Struktur: eine Einführung, ein kurzer Impuls zum Bibelvers der Woche, ein Film- oder Musikbeitrag, eine kreative oder praktisch gestaltete Aktion sowie Zeit für Austausch. Ein gemeinsamer Abschluss mit Lied und Segen rundet jeden Abend ab. Die Reihe wird vom Evangelischen Forum gemeinsam mit der Kirchengemeinde verantwortet und lebt vom offenen Austausch unterschiedlicher Perspektiven. Eine Teilnahme ist auch dann sinnvoll, wenn nicht alle Termine besucht werden können.

Evangelisches Forum Ingolstadt